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Pressemeldung vom 10.09.2012

 

10.09.2012: Gehaltsumfrage: Gehälter von Beschäftigten aus der Solarbranche werden zum vierten Mal ermittelt

Triefenstein, 10. September 2012 – Nach der Erkenntnis, dass 2011/2012 die Gehälter und Löhne in der Solarindustrie gegenüber dem Vorjahr um 2,22%* gestiegen sind, werden erneut über das Onlinepanel Photovoltaikumfrage® (http://www.photovoltaikumfrage.de) die durchschnittlichen Gehälter von Beschäftigen aus der Solarbranche ermittelt. Bereits zum vierten Mal führt das PhotovoltaikZentrum – Michael Ziegler diese Onlinebefragung durch, um im Anschluss die Ergebnisse mit den Gehältern und Löhnen aus dem vergangenen Jahr vergleichen zu können. Über 6.493 Probanden aus der Solarbranche haben an der im letzten Jahr durchgeführten Umfrage mit dem Titel „Die große Gehaltsumfrage – Was verdient die Solarbranche wirklich“ erfolgreich teilgenommen.

Solarbranche verdient im Vergleich zu anderen Branchen unter dem Durchschnitt

Trotz der positiven Gehaltsveränderung im letzten Jahr ist es wichtig zu erfahren, wie sich in der aktuell schwierigen Marktsituation die Gehälter der Beschäftigten weiter entwickeln. Hinsichtlich der drastischen Veränderungen auf dem Solarmarkt ist eine tendenzielle Gehaltsentwicklung mit Trend nach oben im Moment ziemlich unwahrscheinlich, aber in einigen Bereichen innerhalb der Branche dennoch möglich. Eine unbestrittene Tatsache ist, dass die Solarbranche im Vergleich zu anderen Branchen mit den Gehältern unterhalb des Durchschnitts liegt und die Beschäftigten zu wenig verdienen.

Der steigende Preisdruck veranlasst die Unternehmen nicht nur dazu bei den Material- und Herstellungskosten, sondern auch verstärkt beim Personal zu sparen. Insofern verwundert es nicht, dass die Sorgen um den Arbeitsplatz erheblich zugenommen haben. Laut den Ergebnissen aus der Photovoltaikstudie 2010/2011 sorgten sich lediglich 34% der Befragten um ihren Arbeitsplatz, 2011/2012 waren es bereits 55%. Das Ost-West-Gefälle war in der Gehaltsstudie 2011/2012 noch ausgeprägter als im Vorjahr und auch die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen bleiben beträchtlich – nicht nur bei Führungspositionen. Knapp die Hälfte der Arbeitnehmer erhält variable Entgeltbestandteile, deren Anteil am Gesamtgehalt inzwischen bereits 15% (Vorjahreszeitraum: 13%) beträgt.

Kein Stillschweigen über die Höhe des Arbeitsentgelts

Michael Ziegler, Geschäftsführer von PhotovoltaikZentrum - Michael Ziegler: "Ein Argument, das wir sehr häufig in Gesprächen mit Marktteilnehmern zu hören bekommen und das aus deren Sicht gegen eine Teilnahme an unserer Gehaltsumfrage spricht, ist, dass vertraglich Stillschweigen über die Höhe des Arbeitsentgelts vereinbart wurde. Auch wenn eine solche Klausel in einem Arbeitsvertrag steht, darf ein Arbeitnehmer frei über sein Gehalt bzw. Lohn sprechen. Derartige Klauseln in einem Arbeitsvertrag, die zum Stillschweigen über die Höhe des Gehalts oder des Lohnes verpflichten, sind daher unwirksam**. Dadurch wird der Arbeitnehmer unangemessen benachteiligt, denn das Gespräch mit Arbeitskollegen, Verwanden, Bekannten und Freunden ist die einzige Möglichkeit festzustellen, ob der Arbeitgeber bei der Höhe des Gehalts bzw. des Lohnes den Gleichbehandlungsgrundsatz einhält."

Gehaltsdaten sind wichtig für den Markt und deren Akteure, denn jede Teilnahme an der Onlineumfrage ist ein Schritt zu fairen Löhnen und Gehältern in der Solarindustrie. Gewerkschaften und Verbände benötigen aussagekräftige Informationen, die sie durch die Ergebnisse erhalten.

An der Gehaltsumfrage kann jede(r) Beschäftigte aus der Solarbranche teilnehmen. Die Befragung dauert in etwa zwischen 5 und 10 Minuten und wird voraussichtlich bis Mitte April 2013 online sein. Die Umfrage ist 100%ig anonym. Am Ende der Befragung hat jeder Proband die Möglichkeit an einem Gewinnspiel teilzunehmen.

Direktlink zur Photovoltaikumfrage: http://www.photovoltaikumfrage.de/gehaltsumfrage

* Quelle: Gehaltsstudie 2011/2012
** LAG Mecklenburg-Vorpommern (21.10.2009) – 2 Sa 237/09

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